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Sondershausen wird in seiner Geschichte wechselnd sowohl als Residenzstadt wie auch als Musikstadt benannt,
und die damit verbundenen Traditionen haben ihm architektonische und kulturelle Bedeutung gegeben.
Von der Residenz her ist es heute noch von dem mächtigen Schloß geprägt und von der
fürstlichen Hofkapelle, die im Sinfonie-Orchester der Stadt, dem Loh-Orchester Sondershausen, heute noch lebendig ist.
Liszt zählte es zu den renommiertesten Orchestern Deutschlands nach der Uraufführung seiner
Dante Symphonie und seiner sinfonischen Dichtung "Hamlet". 1870 kam Max Bruch als Hofkapellmeister nach
Sondershausen und führte hier sein g-moll Violinkonzert urauf.
Neben Bruch, Liszt und Reger waren andere große Musiker wie Spohr und Heinrich Marschner mit
vielen Opernaufführungen ständige Gäste des Orchesters.
Auch das fürstliche Konservatorium verfügte mit Willy Burmester, Frederick Lamond und
Wilhelm Backhaus über internationale Lehrkräfte, was letztlich zur Gründung einer staatlichen
Musikhochschule führte, dessen berühmtestes Koratoriums-Mitglied Furtwängler war.
Diese Tradition findet heute in den Sondershäuser Musiktagen, den Konzerten des Loh-Orchesters Sondershausen
und der Stadt sowie den Internationalen Meisterkursen ihre Fortsetzung.
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