1873 - 1916

Dem großen Musiker Max Reger einen Wettberwerb in Sondershausen zu widmen hat natürlich viele Gründe. Zum einen war es seine Begegnung mit einer der bedeutendsten Erscheinungen der deutschen Musikgeschichte, Hugo Riemann, der Lehrer am Sondershäuser Konservatorium war. Zum anderen blieb er trotz vieler Angebote aus dem Ausland in Deutschland, und sein späteres Wirken in Thüringen, zum Beispiel in Weimar, Meiningen und Jena, zeugt von seinem deutschen Empfinden, welches aus dieser Trqadition immer wieder Kraft schöpfte für sein gigantisches Lebenswerk.

Allein siebzig kammermusikalische Schöpfungen sind auf sein Gesamtwerk verteilt, Kammermusik bedeutete ihm, absolute Musik, und diese war mit der Violinsonate op. 1 und dem Klarinettenquintett op. 145 Anfang und Ende seines Schaffens.

Als Interpret seiner Werke für Orchester, Orgel, Klavier und Kammermusik war er ein genialer Anwalt seines reinen Stils. Alles Scheinhafte, Eitle und Aufgeblasene wies er wie jedes liebäugeln mit dem Publikum zurück. Unter den großen Interpreten seiner Werke wie Nikisch, Furtwängler, dem Gewandhausquartett, nehmen Adolf Busch und Fritz Busch als seine Kompositionsschüler eine Sonderstellung ein. So schreibt letzterer: "Die Hiller-Variationen, ein Werk das mehr echte Musik und Meisterschaft enthält als alles, was nach Brahms an "Aufzeichnungen auf Notenpapier" wie es Bülow, der Bewunderer des Loh-Orchesters Sondershausen ausdrückt, bis heute geschrieben worden ist." Hindemith setzt dieses fort, indem er sagt: "Max Reger war der letzte Riese in der Musik, ohne ihn bin ich garnicht zu denken."

So möchte der Wettbewerb dem Schaffen Max Regers und der großen Musiktradition in Sondershausen weitere Impulse verleihen.


© 2011 RADDATZ CONCERTS    info@raddatzconcerts.de